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erade jetzt im Sommer ist DIE Zeit im Jahr, in der gefühlt jeder ausfliegt, um dem Alltag für ein paar Tage zu entfliehen und in ein vermeintliches Paradies unterzutauchen – dem Beruf und jeglichen Verpflichtungen für eine Zeit lang fern genug.
Paradies? Wie paradox ist das bitte? Man steht bereitwillig stundenlang in kochenden Autos im Stau oder verbringt die Nacht in völlig überfüllten Flughäfen, einem Nervenzusammenbruch nahe. Und das nur, um dann für zehn Tage am Strand zu braten, seinen Instagram-Account mit Fotos atemberaubender Kulissen zu füttern, deren Mittelpunkt natürlich immer ein mit gestelltem Grinsen posierendes Ich darstellt, und abends bis zum Umfallen Cocktails zu schlürfen, damit sich das All Inclusive-Paket auch wirklich lohnt.
Klar ist das jetzt ein bisschen übertrieben dargestellt *zwinker*. Ich habe wirklich schon so wunderbare Reisen erlebt, von denen man wirklich sagen kann, dass genaus so ein Traumurlaub aussehen muss. Aber dennoch sind die zehn, vierzehn Tage verschwindend klein zu den im Jahresverlauf verbleibenden 355 Tagen, an denen wir an unserem Schreibtisch, zu Hause vor dem Herd oder wo auch immer sitzen und seufzend an diese Momente zurückdenken, die wir anscheinend nicht genug ausgekostet haben. Und das ist schade. Sehr schade sogar. Denn das zeigt Dir, dass Du nicht im Moment lebst, am Augenlick vorbeilebst und weder mit den so tollen Erlebnissen des letzten Urlaubs zufrieden bist, noch mit der Gestaltung deines immer so trüb scheinenden Alltags. Vielleicht sitzt in dem Moment gerade ein kleines Vögelchen vor Deinem Fenster und will Dich aufmuntern. Aber Du siehst es nicht, viel zu sehr in Gedanken versunken.
„How we spend our days is, of course, how we spend our lives.“ ~Annie Dillard
Das spricht Bände! Und da das Leben nun mal überwiegend aus Alltag besteht, sollte man lieber in diesen investieren anstelle von zwei Wochen auf ner ach so tollen exotischen Insel, deren Wirkung – sei mal ganz ehrlich zu Dir selbst – nach nem einzigen Arbeitstag wieder verpufft ist..!
Search for the small things in life! Erbaue Dir eine Kultur der Dankbarkeit! Tu kleine Dinge mit großer Liebe: die Mausklicks am PC, eine Lächeln für die gestresste Putzfrau, ein einfaches „Danke“, nem anderen Verkehrsteilnehmer auch mal die Vorfahrt lassen und und und. Now it´s Your turn: ergänze die Liste!
Kapiert, worauf ich hinaus will? Klar wird es wieder und wieder Tage geben, an denen man am liebsten senkrecht die Decke raufsteigen möchte und man nicht weiß, wo einem der Kopf steht. But: den größten Teil hast doch Du selbst in der Hand!
Wie möchtest Du an die Dinge rangehen, die Dir nicht passen? Siehst Du sie als Challenge? Oder bist Du nur das Opfer mieser Umstände (Ironie aus)?
It´s Your choice! And only one life!
Möge jeder Deiner Tage wie ein ganz eigenes Leben sein!
Xoxo,
Clarissa


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